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Wie EMDR uns helfen kann, belastende in befreiende Gedanken zu wandeln!




Der Ausbruch einer schweren Krankheit kann einen Menschen zu einer Neuorientierung seines Lebens bringen. Francine Shapiro, Erfinderin der EMDR- Methode

ist ein Beispiel dafür.


Eine unerwartete Krebsdiagnose trieb sie, die damals angehende Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin auf die Suche nach psychologischen Methoden, die das Zusammenspiel von Geist und Körper verbessern könnten.


Während eines Park-Spazierganges entdeckte sie die erstaunliche Wirkung von Augenbewegungen.


Sie bemerkte, dass gewisse belastende Gedanken, die sie verfolgt hatten,

plötzlich verschwanden.

Ausserdem fiel ihr auf, dass diese Gedanken, wenn sie absichtlich wieder in Erinnerung gerufen wurden, nicht mehr so belastend und bedrohlich auf sie wirkten wie ursprünglich.

Verblüfft stellte sie fest, dass sich die belastenden Gedanken verändert hatten und verschwunden waren.


Davon war sie so fasziniert, dass sie versuchte, dem Phänomen durch genaue Beobachtung auf die Spur zu kommen: Immer dann, wenn belastende Gedanken auftauchten, bewegten sich ihre Augen spontan sehr schnell in einer Diagonale hin und her.

Danach verschwanden die belastenden Gedanken, der damit verbundenen negative Affekt war stark verringert.


Aus dieser Entdeckung und der Erkenntnis heraus, dass es den meisten Menschen schwerfällt, diese Augenbewegungen allein über einen längeren Zeitraum fortzusetzen, entwickelte sie die geführten Augenbewegungen für die EMDR-Methode.

EMDR, heute längst wissenschaftlich anerkannt steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, heisst: Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen.


EMDR gilt als eine der effektivsten Methoden

in der Traumatherapie.


EMDR lässt sich sehr gut mit anderen Methoden kombinieren und ist neben dem Einsatz Psychotherapie, Coaching, Beratung auch für das Selbstmanagement geeignet.


EMDR kombiniere ich mit Hypnose. Je nach Bedarf des Patienten setze ich sie zur tiefen Entspannung vor oder nach einer EMDR-Behandlung ein.


Wie wirkt EMDR?


EMDR wirkt auf die neuronalen Bahnen im Gehirn.


Durch bilaterale Stimulation werden beide Hirnhälften in Bezug auf ein traumatisches Ereignis aktiviert und synchronisiert.

Traumatische Erlebnisse sind im Gehirn in blockierten bzw. unvollständig integrierten Erinnerungsnetzwerken verankert.

Sie sind so abgespeichert, wie sie zum Zeitpunkt des Ereignisses erlebt wurden.


EMDR kann eine Neubearbeitung von Erinnerungen bewirken.

Mit dem Ziel spürbarer und sichtbarer Entlastung auf der Körper-, Gefühls- und Empfindungsebene wird das belastende Ereignis in einem aktiv und intensiv therapeutisch begleiteten Prozeß erfasst und in einzelnen Schritten aufgearbeitet.

Der Klient wird aufgefordert, sich in eine Beobachterrolle zu begeben.

Die Beobachterperspektive schafft eine emotionale Distanz zum Erlebten und ermöglicht so einebNeubewertung.

Neben gesteuerten Augenbewegungen werden auch akustische und taktile Stimulationen eingesetzt, um durch die Einbindung mehrerer Sinne die Wirkung zu verstärken.


Mit EMDR wird nicht nur eine beschleunigte Verarbeitung belastender Erinnerungsfragmente ermöglicht, sondern auch eine kognitive Umstrukturierung, d.h. eine Neubewertung des Erlebnisses sowie eine veränderte Einstellung zu sich selbst und den eigenen Ressourcen.


So kann z.B. aus dem Gefühl "Ich bin schuld" das Gefühl werden

"Ich habe getan, was ich kann."


Oder: „Ich habe etwas verkehrt gemacht“ wandelt sich um in

„Ich kann lernen, (ich habe daraus gelernt)“.



Wenn Du mehr über diese Technik und wie sie Dir helfen kann erfahren möchtest, komm gerne auf mich zu.




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